ISBN 3-88619-350-9
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Die meisten Menschen kennen den Namen Rosa Luxemburg. Wissen vielleicht auch noch, dass sie ermordet wurde, im Landwehrkanal ertränkt. Einige erinnern ihr berühmtes Wort von der Freiheit, die stets die Freiheit der Andersdenkenden sei. Schon wenige wissen, dass sie in der Geschichte der Arbeiterbewegung eigentlich nie wirklich zum Zuge kam und vor allem, dass in ihren politischen Vorschlägen, ihren zahlreichen Texten Unabgegoltenes steckt für gegenwärtige Politik. Das Buch von Frigga Haug will einiges ins Licht der Diskussion rücken, will Gegenwart im Spiegel von Rosa Luxemburg vermessen. Es arbeitet unter dem Vergangenen und Unwiederholbaren ihre Aktualität heraus.

Frigga Haug:
Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik

Inhalt

Vorwort
Das Vorhaben / Exkurs: Aktualität von Feminismus / Zu den einzelnen Kapiteln dieses Buches / Danksagung    

Erstes Kapitel: Politik der Frauen
Biographische Notiz / Wenn wir uns nicht selbst befreien, bleibt es für uns ohne Folgen. (Peter Weiss) / Rezeption / Die Frau Rosa Luxemburg / Erste Leseerfahrungen - die Sprache/ Zweite Leseerfahrungen - Worte in Bewegung / Das Lebendige und das Tote / Produktivkräfte im Widerspruch / Krisenpolitik / Schutzgesetze im Klassenstaat / Erfahrungen und Subjekte

Zweites Kapitel: Revolutionäre Realpolitik
Politik in Gegensätzen / Auseinandersetzung in der Sozialdemokratie / Theoretische Annäherung / Umgang mit Widersprüchen / Standpunkt und Perspektive / Bruch mit bisheriger Politik / Zur Methode: Die Scheidemünze der Tagespolitik / Zusammenfassung / Aufbau des Sozialismus – Lukács / Gramsci – Alltagsverstand, Hegemonie und Stellungskrieg / Luxemburg weitergeführt bei Bertolt Brecht und Peter Weiß / Wie weiter? / Nahziel und Fernziel / Epilog - Erschütterung

Drittes Kapitel: Fehleranalyse und Irrtumskritik als Kunst der Politik 
Die Fragestellung / Bewilligung der Kriegskredite / Oppositionelle Presse vor 1914 / Änderung der Diskursstrategien /  Aufkündigung des Klassenkampfes/ Transnationaler Weltkapitalismus / Aufgaben der Partei/ Fehler und Irrtum / Die Unterscheidung / Fehleranalyse – wie weiter? / Nachtrag

Viertes Kapitel: Zum Spannungsverhältnis von Theorie und Empirie
Vorbemerkung / Marx / Luxemburgs Empiriekritik / Luxemburgs Umgang mit Empirie / Luxemburg als marxistische Theoretikerin / Nachtrag: Lukács

Fünftes Kapitel: Die Linie Luxemburg-Gramsci
Parlamentarismus / Revolution / Demokratie und Diktatur des Proletariats / Die Rolle der Intelligenz / Politik des Kulturellen / Staat, Produktivkräfte und Arbeitssubjekte / Der >integrale Staat<                      

Entführungen aus der Kommune. Hannah Arendt zu Rosa Luxemburg
Vorbemerkung / Hannah Arendt – Umriss ihrer Gedanken / Exkurs: Luxemburg / Rosa Luxemburg im Spiegel Hannah Arendts / Was spricht dafür, Luxemburg mit Arendt zu verbinden?

Anhang
Ein Denkmal für Rosa Luxemburg
Luxemburgbilder / Wissenschaftliche Politik / Die Massenromantikerin / Die Denkmalform                              

Vorwort zur deutschen Ausgabe von Raya Dunayevskaya: Rosa Luxemburg und die Revolution                                             

Bibliographie

Register


Frigga Haug, geboren 1937, war bis 2001 Professorin an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. Sie ist Mitherausgeberin und Redakteurin der Zeitschrift Das Argument, Redakteurin des Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus und des Forum Kritische Psychologie. Ihre Forschungsschwerpunkte: weibliche Vergesellschaftung und Frauenpolitik, Arbeit und Automation, sozialwissenschaftliche Methoden und Lernen.

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