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Zweite Auflage
ISBN 978-3-88619-336-3
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Weg und Ziel: Realpolitik fürs Leben

Es ist an der Zeit, aus den falschen Alternativen auszubrechen, die Politik lähmen und langweilig machen: Wollen wir ein Erziehungsgeld für Mütter erstreiten oder bessere Kindergärten? Wollen wir eine Frauenquote in der Politik oder uns außerparlamentarisch engagieren? Wollen wir den gewerkschaftlichen Kampf um Löhne und Tarifabkommen stärken oder soll die Forderung nach Grundeinkommen ins Zentrum? Und wie steht es mit Lernen, Entwicklung, Kultur – oder haben wir jetzt keine Zeit dafür, weil es Dringlicheres gibt wie Krieg, Hunger, Umweltkatastrophen?

Im Fokus von Frigga Haugs Vier-in-einem-Perspektive steht die Utopie einer gerechten Verteilung von Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Gemeinwesensarbeit und Entwicklungschancen. Sie entwickelt einen Kompass, der die vier Bereiche auf einen Zusammenhang orientiert und in dieser Bündelung zugleich "realpolitisch" und emanzipatorisch-gesellschaftsverändernd ist.

Frigga Haug:
Die Vier-in-einem-Perspektive
Politik von Frauen für eine neue Linke

Inhalt:
Vorwort zur zweiten Auflage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Entwurf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
                Die Vier-in-einem Perspektive
                Eine Utopie von Frauen, die eine Utopie für alle ist
. . . . . . . . . . . . . . . 13

Erwerbsarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25           
                In der Arbeit zu Hause sein? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
                Arbeitsforschung im Zeitalter der Mikroelektronik
. . . . . . . . . . . . . . . . .46
                Arbeitspolitische Terrainverschiebungen
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .64
                »Schaffen wir einen neuen Menschentyp«. Von Ford zu Hartz
. . . . . . . . 75

Reproduktionsarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .89
                Wie Pelagea Wlassowa Feministin wurde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
                Knabenspiele und Menschheitsarbeit
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .99
                Die Neue Mitte – Bewegungsmöglichkeiten im Neoliberalismus
. . . . . . 123
                Patientin im neoliberalen Krankenhaus
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141

Kulturelle Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .161
                Der Weg, der in die Welt, nicht ins Haus führt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162
                Zeit für mich. Über das Privatisieren
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .174
                Lehren und Lernen
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .206
                Ohne Vernunft kann man nichts machen
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 230

Politik von unten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 237
                Frauen – Opfer oder Täter? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239
                Männergeschichte, Frauenbefreiung, Sozialismus
. . . . . . . . . . . . . . . . . .249
                Frauenquote und Gender-Mainstreaming
                Paradoxien feministischer Realpolitik
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 269
                Es ist notwendig, das Utopische feministisch zu fassen
. . . . . . . . . . . . . 292

Nachträgliche Fundierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 309
                Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse . . . . . . . . . . . . . 310

Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 341


Zur Autorin Frigga Haug:

»In der Geschichte des deutschen Feminismus ist klar und offenkundig, wie Frigga Haug die radikalsten und engagiertesten Traditionen zum Leben erweckt hat. Wie keine andere hat sie Wissenschaftlerinnen, die sich dem Feminismus, dem radikal eingreifenden Denken und der gesellschaftlichen Transformation verschrieben haben, zu einer ungeheuer wichtigen Gemeinschaft von Denkerinnen zusammengeführt und mobilisiert. Frigga Haug verbindet philosophische Sorgfalt und Klugheit mit unkompromittiertem Weitblick und leidenschaftlichen Zukunftsvisionen. Damit hat sie eine Vielzahl von Wissenschaftlerinnen, Intellektuellen und Aktivistinnen weltweit erreicht, inspiriert und zusammengebracht. Wir alle sind zutiefst dankbar für die Hartnäckigkeit, mit der sie darauf besteht, unser gesellschaftliches und politisches Leben weiterzudenken – in Richtung auf mehr Gerechtigkeit, Freiheit und Hoffnung.« Judith Butler

Frigga Haug, geboren 1937, war bis 2001 Professorin an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. Sie ist Mitherausgeberin und Redakteurin der Zeitschrift Das Argument, Redakteurin des Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus und des Forum Kritische Psychologie. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Politik, Arbeit, weibliche Vergesellschaftung und Frauenpolitik, sozialwissenschaftliche Methoden und Lernen.

Weitere aktuelle Titel von Frigga Haug:

Briefe aus der Ferne
Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik
Lernverhältnisse
Vorlesungen zur Einführung in die Erinnerungsarbeit
Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus
Sternschnuppen - Zukunftserwartungen von Schuljugend
Nachrichten aus dem Patriarchat
Politik ums Kopftuch
Erinnerungsarbeit

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