Das Projekt ›Maulwürfe‹:
Eingängige politische Sachbücher zu aktuellen Brennpunktthemen




Peter Cichon, Reinhart Hosch, Fritz Peter Kirsch (Hg.)
Der undankbare Kontinent?
Afrikanische Antworten auf europäische Bevormundung
15,90 € [D] ISBN 978-3-88619-474-2
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Afrikas Anwort mit eigener Stimme

Afrikanische Antworten: aktuelle Ist-Analysen und Entwicklungstendenzen nicht aus der europäischen Außen-, sondern aus der afrikanischen Innensicht.
2007 löste Nicolas Sarkozys Rede in Dakar bei afrikanischen Intellektuellen Empörung aus. »Der afrikanische Bauer«, belehrte er sein Publikum, »kennt nichts als die unendliche Wiederholung der ewig gleichen Gesten und Worte. In dieser Vorstellungswelt, wo alles immer wieder von neuem beginnt, ist kein Platz für das Abenteuer Mensch, für die Fortschrittsidee.« (Rede zweisprachig im Buch)
Die AutorInnen verurteilen die Arroganz, Afrika Modernitätsdefizite zu unterstellen, und die Bagatellisierung französischer Verantwortung an den durch Kolonialismus verursachten Notständen. Dabei wird klar: Jede – angesichts der Krise dringend notwendige – Neuorientierung der globalen Wirtschafts-, Friedens- und Kulturpolitik, die nicht alle Kontinente als Global Players einbezieht, kann nur neue Katastrophen zeitigen, weil in einer Welt mit beschleunigter Vernetzung vermeintliche ›Kollateral­schäden‹ in Wirklichkeit längst alle betreffen.




Erich Wulff
Vietnamesische Versöhnung
Tagebuch einer Vietnamreise 2008 zu Buddhas und Ho Chi Minhs Geburtstag
12,90 €; ISBN 978-3-88619-473-5
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Das Vietnam-Tagebuch der Globalisierungs-Ära

Erich Wulff, Arzt und emeritierter Professor für Sozialpsychiatrie, lebte von 1961 bis 1967 in Vietnam, wo er eine Psychiatrische Klinik aufbauen half. Er wurde Zeuge der blutigen Unterdrückung der Buddhisten durch das US-gestützte katholische Diem-Regime sowie der Eskalation des Bürgerkriegs und seines Übergangs in den Krieg der USA gegen den Vietcong. Während er im ersten Konflikt die Buddhisten unterstützte, riskierte er im zweiten sein Leben, indem er sich für die Befreiungsfront einsetzte. Seine unter dem Pseudonym Georg W. Alsheimer geschriebenen Berichte trugen wesentlich dazu bei, das wahre Gesicht dieses Krieges bekannt zu machen. 2008 kehrte Erich Wulff auf Einladung vietnamesischer Buddhisten zurück. Wieder wurde er Zeuge eines historischen Ereignisses: der Versöhnung zweier Mächte, die einander zwei Nachkriegsjahrzehnte lang heftig bekämpft hatten, nämlich der kommunistisch geführten Staatsmacht und der Buddhisten. Dazu erhielt er Einblick in die widersprüchlichen Auswirkungen des Modernisierungsbooms, den Vietnams Integration in die kapitalistische Globalisierung ausgelöst hat.




Moldenhauer, Spehr, Windszus (Hg.)
On Rules and Monsters
Essays zu Horror, Film und Gesellschaft
9,90 €; ISBN 978-3-88619-472-8
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Texte von Linnie Blake, Jörg Buttgereit, Udo Franke-Penski, Dietrich Kuhlbrodt, Verena Kuni, Benjamin Moldenhauer, Uche Nduka, Jakob Schmidt, Tim Schomacker, Christoph Spehr, Dieter Wiene und Jörg Windszus.


Horror: Viel Spaß auf der Schutthalde der Zivilisation!

Die Klassiker sind voll davon. Von der Ilias über Macbeth bis zum Faust, von Byron über Brecht bis Böll: Wer den Horror rausnimmt, dem bleibt wenig übrig. Im Horror sind geschichtliche Erfahrungen aufgehoben, hier lagert sich ab, was kollektiv erlebt wird und verarbeitet werden muss. Im modernen Horrorfilm wohnt das Böse bereits nebenan. Und es zieht auch nicht wieder weg. Die Familie ist hier kein Ort des Trostes, sondern Hort des Terrors.
Die Wirkung auf die Zuschauer: Verrohung und Anleitung zur Nachahmung? Der Horrorfilm inszeniert für seine jugendlichen Zuschauer eine symbolische Welt, die auf Gewalt gebaut ist und in der die Erwachsenen diese Gewalt vergessen wollen, ohne dass sie sie im Griff hätten. Der Horrorfilm spielt auf der Schutthalde der Zivilisation. Hier lebt alles, was eigentlich gar nicht mehr leben dürfte, wenn es nach den offiziellen Selbstbeschreibungen der modernen Gesellschaft und des bürgerlichen Individuums ginge: Gewalt, Blut, Ängste, Innereien, Obsession und Verfall.


Wie stellen sich Schüler/-innen ihre Zukunft vor?

Auf der Basis von 500 Aufsätzen aus verschiedenen Schultypen Deutschlands und Österreichs zeigen U. Gschwandtner und F. Haug, wie sich die Jugendlichen im Verhältnis zu Arbeit und Technik, zu Beruf und Familie, zu Freizeit und Politik entwerfen. Es geht um Grenzüberschreitungen und den mächtigen Einfluss des Fernsehens auf die Stilllegung kindlicher Fantasie. Wo Jugendliche weitgehend künstliche Erfahrungen machen, bleiben reformierte Curricula und sich abmühende Lehrer ohnmächtig … Die Aufsätze zeigen, dass die Kulturen der Eltern und die ihrer Kinder einander kaum kennen, dass die Vermittlung von einer Generation zur nächsten nicht mehr stattfindet. Es wird vorgeführt, wo Eingriffe nötig und wo sie möglich sind.



Frigga Haug & Ulrike Gschwandtner:
Sternschnuppen
Zukunftserwartungen von Schuljugend
9,90 €; ISBN 3-88619-471-X
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Ton Veerkamp:
Der Gott der Liberalen.
Eine Kritik des Liberalismus
14,90 €; ISBN 3-88619-470-1
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Die aktuelle Not historisch deuten

»Der Gott der Liberalen«: eine eingängige, mit Herz und Kompetenz geschriebene Einführung in das historische Wissen unserer Gesellschaft – die Geschichte des Liberalismus, des Kapitalismus, des Bürgertums und der Produktionsverhältnisse sowie die dazugehörigen Ideologien. ­Orientierende und erhellende Lektüre auch für nicht-studierte Interessierte, ein Leitfaden durch den Dschungel unserer Gegenwart.




Frigga Haug, Katrin Reimer (Hg.):
Politik ums Kopftuch.
9,90 €; ISBN 3-88619-468-X
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Lernen aus dem Kopftuchstreit

Polemisch stehen sich die kontroversen Standpunkte zur Kopftuch-Debatte gegenüber: Das Buch gibt einen umfassenden Überblick über den Konflikt, der die politische Szene der Bundesrepublik spaltete, und Anregungen, wie politisch daraus zu lernen wäre.




Frigga Haug (Hg.):
Nachrichten aus dem Patriarchat.
9,90 €; ISBN 3-88619-469-8
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Schreiben als befreiendes Gelächter

Die Glosse als Waffe: Amüsant, bissig, kritisch-pointiert verarbeiten Frigga Haug, Luise Pusch u.a., was ihnen in der Begegnung mit der patriarchalen Normalität an Absurditäten widerfährt und was sich die Medien (z.B. die FAZ) zum Thema Geschlechterverhältnisse so leisten. Motivierend!