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Dominique Manotti
Einschlägig bekannt
Deutsch von Andrea Stephani
Ariadne Krimi 1198
ISBN 978-3-86754-198-5

Auf die Merkliste
(jederzeit widerrufbar)

Der ultimative Polizeithriller

Düster und hautnah an der Wirklichkeit:
Die Banlieues kurz vor dem ›Aufstand der Vorstädte‹

Ein Kommissariat in der Pariser Vorstadt Panteuil. Neulinge werden eingearbeitet, blutjunge Leute ohne Erfahrung. In der Chefetage stellt Kommissariatschefin Le Muir die Weichen für den neuen politischen Kurs: Eine »Säuberung mit Hochdruck« soll die Verbrechensrate senken und die Vorstadt fit für die Zukunft machen. Klar, dass es dabei Gewinner und Verlierer geben muss. Aber da ist noch eine Ermittlerin aus Paris, die Le Muir und ihre Vasallen schon im Visier hat. Und Noria Ghozali hatte noch nie Sinn für taktische Kompromisse…

Ausgezeichnet mit der Trophée 813
für den besten französischen Kriminalroman 2010.


Am Stadtrand von Paris liegen die Banlieues mit ihren Ghettos. Trostlose baufällige Wohnsilos weichen langsam und widerwillig Gewerbegebieten und schmucken Bürokomplexen. Die Kriminalitätsrate ist hoch, Konflikte gären. Im Kommissariat von Panteuil treffen junge Polizisten ohne Erfahrung auf ein Klima rassistischer Gewaltbereitschaft. Der Innenminister fordert Nulltoleranz und Säuberungsmaßnahmen. Und unter den dienstälteren Kollegen grassieren Zynismus und Kriegsgewinnlertum. Aber wer soll da aufräumen?
Noria Ghozali, Spezialermittlerin der Pariser Polizei, ist sicher, dass die angesehene Kommissariatschefin Le Muir keine weiße Weste hat. Nur wie soll sie das beweisen, wenn jeder, der mehr weiß, sein eigenes Süppchen kocht?


Bemerkung der Verlegerin:
»Dominique Manotti hat eine atemberaubende kriminalliterarische Form gefunden, um die ganze komplexe Wirklichkeit politischer und polizeilicher Verhältnisse so einzufangen, dass sie nachvollziehbar, packend, thrillertauglich wird. Genau das macht Manotti zu einer gnadenlos präzisen Chronistin der heutigen Gesellschaft mit all ihren Schattierungen von Ambition, Macht und Gewalt. Dass sie dabei nie die Menschen aus den Augen verliert, hebt ihre Kriminalromane auf das rare Spitzenniveau mitreißender, sachlich akkurater und doch einfühlender Gesellschaftskritik, die aufklärt, aber niemals schulmeistert. So wünsche ich mir politische Literatur.«
Else Laudan


Für Interessierte gibt es einige Links zu Presseberichten über die realen Szenarien, die diesem Roman teilweise zugrunde liegen:

Spiegel online: Leben auf einem Pulverfass
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,445039,00.html

Stern online: Aufstand der Ausgegrenzten
http://www.stern.de/politik/ausland/unruhen-in-frankreich-aufstand-der-ausgegrenzten-550752.html

Deutschlandradio: Bilanz nach der Revolte
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/weltzeit/1140409/



Dominique Manotti, mit bürgerlichem Namen Marie-Noëlle Thibault, wurde am 24. Dezember 1942 in Paris geboren. Erst mit 50 Jahren begann sie Romane zu schreiben.
Sie studierte von 1960–66 an der Sorbonne Geschichtswissenschaften, unterrichtete danach in einem Gymnasium und wurde 1969 Assistentin für neuzeitliche Wirtschaftsgeschichte im neu gegründeten Centre expérimental de Vincennes. Ihr Spezialgebiet war das 19. Jahrhundert, die Entstehung der Eisenbahn und das französische Unternehmertum dieser Zeit. Als Konsequenz ihres politischen Engagements war Manotti von 1976–83 als Gewerkschafterin in der CFDT aktiv und leitete deren Pariser Sektion für mehrere Jahre als Generalsekretärin. Zu Beginn der 80er Jahre beteiligte sie sich an der erfolgreichen Auseinandersetzung der türkischen Sans-Papiers im Textilviertel Sentier. Ab 1994 war sie als Maître de conférences an der Universität Paris VIII in Saint-Denis tätig.
Manotti ist Historikerin und seit dem Algerienkrieg politisch engagiert. In den 1980er Jahren verschob sie aus Desillusionierung über die Politik der Mitterrand-Regierung ihr politisches Engagement in die Literatur. Romane zu schreiben ist für Dominique Manotti nur ein Wechsel des Standbeins, ihre politischen Überzeugungen fließen in ihre Romans noirs ein. Sie begreift sich als Rätekommunistin in der Tradition von Gramsci und Rosa Luxemburg. Wie viele andere Autoren des Roman noir verließ sie im Zuge der Mairevolte von 1968 die kommunistische Partei.
Dominique Manottis kriminalliterarische Bezugspunkte sind nach eigener Aussage der amerikanische Schriftsteller James Ellroy, die neuzeitliche Wirtschaftsgeschichte und die 68er-Bewegung. Diese eigenwillige Kombination erklärt vielleicht ihren einzigartigen Stil mit seiner Mischung aus sachlich-journalistischer Dichte, schlaglichtartig verknappter subjektiver Form und fast schon romantischer literarischer Eleganz.


Manotti auf Deutschlandtour (plus Österreich) im September 2011:

Donnerstag, 15.9. Hamburg (Harbourfront, MS Bleichen)
Freitag, 16.9. Berlin (Hammett, Bibliothek Kreuzberg)
Samstag, 17.9. Berlin (Miss Marple)
Sonntag, 18.9. Essen (Alex liest Agatha, Chat noir)
Montag, 19.9. Marburg (Krimifestival, TTZ)
Dienstag, 20.9. München (Glatteis)
Mittwoch, 21.9. Wien (Lhotzkys Literaturbuffet, Institut français)
Donnerstag, 22.9. Hamburg (Buchladen Osterstraße)


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Aktuelle Presse zu Einschlägig bekannt

»Wenn das lang verlachte Genre des sozialkritischen Politkrimis wieder von Relevanz reden und vom Comeback träumen darf, hat es das auch Dominique MANOTTI zu verdanken, die nach Roter Glamour den nächsten famosen Thriller liefert (Ariadne/Argument).« Stern

FRANKREICH BRENNT: »Unter den Autoren der Welt ist Dominique Manotti einzigartig. Im Alltag der Arbeiter findet sie, was kein Romancier sonst darin erkennt: den sozialen Gärstoff des Verbrechens. (...) Man liest Seite um Seite mit wachsender Empörung, Verzweiflung und Bewunderung. Manotti ist singulär.« Tobias Gohlis, DIE ZEIT

»Manotti fasst in geradlinige, unprätentiöse, kühle Sätze, was scharf beobachtet und nah an den gesellschaftlichen Wahrheiten ist.« Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

BRANDANSCHLAG IM HEXENKESSEL: »Dominique Manotti, die Queen des französischen Politkrimis, erzählt den alltäglichen Krieg in einer Pariser Vorstadt als packendes Drama. (…) Manotti schreibt politische Krimis zu aktuellen Themen und hat sich in diesem Subgenre zu einer der wichtigsten Stimmen Europas entwickelt. ... So schillernd sind die Figuren, so erschütternd die Verwicklungen, so klug und stark der Manotti-Sound, der alles trägt.« Horst Eckert, FOCUS online

Aktuelle Presse zu Roter Glamour

»Das ist der Thriller zur Affäre Strauss-Kahn: Manotti wirft einen bösen Blick auf das Verhältnis von Politik, Sex und Medien in Frankreich. Kommentieren muss sie das nicht. Die Geschichte ist umso eindrücklicher.« Andrea Fischer, Deutschlandradio Kultur

»Zeitbombenmäßig. Raketenschmuggel, Polizeiaktionen, Bordellbesäufnisse und eine fixe, harte Araberin: Bitte mehr davon!« Tobias Gohlis, KrimiZeit-Bestenliste

»Kühl, nüchtern, unaufgeregt entfaltet Manotti das Panorama einer hemmungslosen Politikerkaste, die sich korrupter Polizei- und Geheimdienstapparate ebenso bedient wie krimineller Elemente. Exzellent geschrieben, spannend bis zur letzten Seite und nichts für Gesellschaftsromantiker. Brillant!« Ulrich Kroegers Krimitipp, Nordsee-Zeitung

»Die Welt der Strippenzieher ... Von Manotti-Krimis fühlt man sich aufgeklärt, aber nicht belehrt.« Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

»Manotti schildert den historisch unterfütterten Fall über Intrigen und Geheimdienste, Amtsanmaßung und Gewalt mit einem unterkühlten stilistischen Aplomb, der an die Hoch-Zeit der hardboiled novel erinnert.« Buchjournal


Aktuelle Presse zu Letzte Schicht

»Der mit großem Abstand beste politische Krimi des Jahres ... absolut nobelpreiswürdig ... weltweit derzeit einzigartig ... So etwas Intensives habe ich lange nicht gelesen.« Deutschlandfunk, Denis Schecks Büchermarkt
zur Rezension (Sendemanuskript)

»Manotti legt sich mit den ganz Großen an: Rüstungskonzernen, EU-Kommissionen und Regierungen. Fiktion und Realität werden subtil vermischt ... Die Sprache entwickelt eine erfrischende Kreativität. Sex, Tod und Korruption - dieses Buch hat alle Zutaten für einen echten Wirtschaftsthriller.« Financial Times Deutschland

»Ein brillantes Buch. Manotti zieht alle Register des klassischen Realismus, langsam werden die Sauereien vor unseren Augen ausgebreitet, die Anzugträger nehmen sich, was sie kriegen können und lassen, wenn's sein muss, ihre politischen Handlager im Regen stehen, und natürlich zahlen die kleinen Leute für alles, manche mit ihrem Leben.« Günther Grosser, Berliner Zeitung

»Dominique Manottis Letzte Schicht verarbeitet in bester Costa-Gavras-Manier die Affäre um die Privatisierung des französischen Riesenkonzerns Thomson zu einem fein gewebten Thriller um Macht, EU-Subventionen und Arbeitsplätze. Und wie die gelernte Wirtschaftshistorikerin mit einem Faible für James Ellroy und die Arbeiterbewegung das tut, das hat ganz große Klasse. Sehr kühl, sehr elegant inszeniert Manotti diesen Kampf um Macht und Geld, ein bisschen Zukunft, etwas Liebe und ein paar Drogen.« Perlentaucher: Mord und Ratschlag

»Pondange, Lothringen/Warschau/Paris: Ein Betriebsunfall, eine Fabrikbesetzung. Arbeiter geraten an Material, das die Fusion zweier Wirtschaftsgiganten beeinflussen und die Regierung stürzen könnte. Manotti ist eine Klasse für sich: lebensnah, realistisch, vertrackt. Der Krieg der Konzerne in den kleinen Städten. Superb.« KrimiWelt Bestenliste (Juni, Juli, August)

»Fiktion? Realität? Letzte Schicht ist im Grunde eine ins Belletristische gebogene Alltagschronik. Eine Geschichte, die sich zugetragen hat in der Zeit der Privatisierung des französischen Rüstungskonzerns Thomson. Also ein Wirtschaftskrimi? Auch. Und eine bitterböse Satire auf das Inhumane. Vor allem aber ist der französischen Historikerin und Gewerkschafterin ein starker Thriller im Präsens gelungen, der seine Sprachmächtigkeit aus einem eiskalten, schnörkellosen Reportagestil schöpft. Man kann sie sich sehr schnell vorstellen, die Fabrik in einem lothringischen Städtchen, die um das Überleben jenseits von EU-Fördermitteln kämpft. Nur eines ist von dieser Sommerlektüre nicht zu erwarten: Abkühlung.« Badische Zeitung (Lesetipp)


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